Sector XI - Tech Watch Blog

Während der Boom der Smartphones weiter anhält, wird mobile Suchmaschinenoptimierung ein immer wichtigerer Aspekt des Online-Marketings und zum wesentlichen Bestandteil der Verkaufsförderung. In diesem Artikel versuchen wir zu erklären, warum das so schwierig ist und von in-house Experten nur schwer abgedeckt werden kann.

Ungleiche Daten machen Mobile SEO unheimlich komplizierter
Eines der größten Probleme der mobilen Branche ist das es keinen universelle, einheitliche Definition eines „Mobilen Gerätes“ gibt – und das führt dazu, dass eine vernünftige Analyse der Daten, Statistiken und Metriken sehr schwierig wird.

Als Laptops auf den Markt kamen, waren diese der Definition nach „Mobile Geräte“. Als PDAs und die ersten Internet/Wap Fähigen Geräte auf den Markt kamen, waren diese „mobil“ – die Laptops waren out. Seit der Einführung von GPS, Tablets, Smartphones usw. wurde die Definition immer schwammiger und eine eindeutige Antwort nicht mehr möglich.

Wir fragen uns: Was macht ein „Mobiles Gerät“ tatsächlich aus?
-    Die Größe? Wenn ja, wer zählt dazu, Smartphones, PDAs, Tablets? Wo ist die Grenze?
-    Die Verbindung? Wird es definiert über eine Drahtlose Verbindung? Edge, 3G, Hsdpa, Lte, Wlan?
-    Die Möglichkeit des Kabellosen Arbeitens? Wenn dem so ist – zählen dann auch kabellose Geräte dazu, die ausschließlich auf der Arbeit benutzt werden?

Die Fragen erscheinen evtl. etwas plump, aber das Fehlen einer klaren Definition ist seit Jahren ein ernstes Problem für die Mobil-Industrie. Dies betrifft viele Firmen (auch wenn diese es oftmals gar nicht wissen), nämlich dann, wenn sie auf Statistiken, Daten und Fakten bekannter Researcher zurückgreifen wie ComScore, eMarketer, Kelsey Group usw. Denn so unterschiedlich unsere Definitionen sind – so unterschiedlich sind auch die der Firmen. Und wenn die Reports dieser Firmen auf unterschiedlichen Werten beruhen, verlieren diese an Wert und Aussagekraft.

Die Entwickler-, QA- und SEO Teams brauchen überarbeitete Anforderungen

Eines der größten und einfachsten Probleme während eines mobilen Seitenaufrufs sind Anzeige-, bzw. Darstellungsprobleme.
Dies ist ein Punkt, den die In-House Teams lieber einmal mehr, als einmal zu wenig überprüfen. Den eine erhöhte Bouncerate, aufgrund solcher Probleme, sind Gift für jede SEO Maßnahme. Also sollten die Teams die Seiten auf den gängigsten iOs, Android, Blackberry und sonstigen mobilen Geräten überprüfen und auf Nummer Sicher gehen.

Zur professionellen Überprüfung gehören:
-    Versichern, dass die Navigation und der Inhalt funktionieren und auf die Seite passen.
-    Sicherstellen, dass das mobile Tracking auf allen Geräten funktioniert.
-    Wenn Werbung angezeigt wird – Überprüfen, ob auch diese auf allen Geräten korrekt angezeigt und ausgeführt wird.
-    Rigoroses Testen von JavaScript und AJAX Code
-    Videos und Audiodateien abspielen und überprüfen

Außerdem sollte jemand überprüfen, ob die User-Agents korrekt eingeordnet werden und Telefone und Tablets auf die richtigen Templates weitergeleitet werden. Google veröffentliche dazu vor Kurzem einen Post über das richtige Weiterleiten von User-Agents.

Dennoch gibt es Probleme, auf die auch Google noch nicht aufmerksam gemacht hat.

Zum Beispiel kommt es oftmals vor, dass die URLs nicht korrekt geparst werden, wenn ein mobiler Nutzer von der Desktop Variante zur mobilen Seite wechselt. Das passiert meist dann, wenn die mobile URL Architektur nicht demselben Framework wie die Desktop Variante entspricht.
All diese offensichtlich schlechten Erfahrungen führen zu einer erhöhten Bounce-Rate und damit zu einem verschlechterten SEO Ergebnis. Um dies zu verhindern, spiegeln Sie alle Desktop URLs auf die mobile Version.

Wage Analysen machten mobiles SEO schwierig


Während mobiler Traffic für gewöhnlich gering ist, führen fehlende Statistiken zu einem noch geringeren Eindruck.

Von früh an hatten es mobile Geräte schwer, JavaScript auszuführen. Während die meisten Tools und Seiten JavaScript zum Tracken benutzen, verlieren die Firmen wertvollen Mobile-Traffic in ihren eigenen Reports. Selbt bei Smartphones ist die Ausführung von JavaScript Code bei Weitem nicht so zuverlässig, wie auf Desktop Geräten.
Wir raten dazu: Wenn Sie eine mobile Version ihrer Webseite betreiben, teilen Sie den Traffic in einen „m.“ traffic oder legen Sie einen separaten Analytics-Account, samt Subdomain an.

Wenn sich die mobilen User Ihrer Webseite in einem „Responsive Design“ bewegen, macht es ein Tracking natürlich ungleich schwerer. Denn dann müssen Sie Abfragen und Segmente ebenfalls von der entsprechenden Bildschirmgröße abhängig machen. Bei beiden Varianten sollten man sich beim Tracking stets auf (abseits von Conversion und Umsatz) vor allem auf die Seitenansichten pro Besuch, die Tiefe des Besuchs und die Zeit auf der Seite fokussieren.

Mobile Suchmaschinen Statistiken sind nicht zuverlässig

Das ist das nächste Problem, auf das In-House SEOs stoßen, wenn mobile Suchdaten in die Reports einfließen.

Denn seit der Einführung von iOs 6, hat Apple darauf verzichtet, Keyword Daten mitzuschicken. Seitdem klassifiziert Google, eigentliche Suchmaschinen-Referer als „direkten Traffic“. Davon ausgenommen ist lediglich die Safari „Suchbox“. In der untengezeigten Grafik lässt sich klar erkennen, wir sich der organische Such-Traffic am Tag des Updates signifikant verringert hat. Am gleichen Tag hat sich der „direkte Traffic“ nach oben bewegt. Insgesamt ist also klar, dass die Besucherzahl gleich geblieben ist, nun aber „Suchmaschinen-Besucher“ als direkte Besucher gezählt werden.





Dieses Problem führt dazu, dass alle Berichte verunreinigt werden und wesentliche Daten nicht mehr stimmen. Denn plötzlich springen direkte Besucher direkt auf Unterseiten und verhalten sich anders, obwohl dies in Wahrheit nicht stimmt. Eine universelle Lösung für dieses Problem gibt es nicht. Die einzige Möglichkeit wäre, iOs 6 Geräte in der Statistik zu blockieren, damit würde aber ein riesiger Teil des mobilen Traffics fehlen.

Wie man merkt, sind bei mobilem SEO einige Punkte zu beachten und alleine kaum zu bewerkstelligen.

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